Darstellung des Islams in den Medien

Terrorismus, unterdrückte Frauen, Ehrenmorde, Zwangsheirat und Selbstmordattentaten – Das sind Schlagwörter die wir mit dem Wort Islam assoziieren.
Nach Thomas Brown(1778-1829) sind zwei der Assoziationsgesetzte Intensität und Kontinuität, die zur Verbindung zweier ursprünglich isolierter psychischer Inhalte führen. Tatsächlich erkennt man in den Medien solche Muster, die den Islam negativieren.
Dazu gehört die gezielte Wortwahl.
Wie oft haben wir zum Beispiel den Terminus ,,Islamischer Terrorismus“ bereits gehört? Sobald jemand, der vorgibt ein Muslim zu sein, einen terroristischen Akt durchführt oder durchführen möchte, wird genau dieser Ausdruck in den Medien groß proklamiert. Dabei geht es gezielt darum, aufsehen zu erregen und den Islam zu entfremden. Denn wer hat bisher von einem ,,christlichen Terrorismus“ oder ,,einem jüdischen Terrorismus“ gehört?
Auch bei Terroranschlägen, welche nicht von Muslimen begangen werden, wird der Täter als islamischer Terrorist benannt, weil er einfach aus einem Land stammt, wo mehrheitlich Muslime leben.
Dies liegt auch daran, dass Juden und Christen nicht auch Terroristen sein können. Sie werden lediglich nur mit ,,Terrorist“ oder ,,geistig Verwirrter“ betitelt oder sogar als ,,unzurechnungsfähig“ eingestuft.
Viel wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass wahre Muslime keinen Terror ausüben können, da der Koran diesen ausdrücklich verbietet:

,, […]Esset und trinket von Allahs Gaben und verübt nicht Unheil auf Erden, indem Ihr Unfrieden stiftet “ (2/60)
,, […],dass, wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer ein Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und zu ihnen kamen Unsere Gesandten mit deutlichen Beweisen; aber selbst dann wären viele von ihnen (weiterhin) ausschweifend auf Erden. (5/32)

Wir sehen also, dass ein gläubiger Muslim aus Gottesfurcht niemals eine Gewalttat ausüben könnte. Das bedeutet, dass die Terroristen, die im Namen Allahs Menschen und sich selbst töten entgegen dem Koran handeln und dass somit der Terminus ,, Islamischer Terror “ ein völlig falscher ist.
Solch falsche Betitelungen sind auch oft das Produkt von Absicht oder Unwissenheit. Falsche Informationen oder Nachrichten über den Islam werden verbreitet, ohne vorher genau zu recherchieren ob jegliche Beweise vorliegen oder nicht.
So werden Verse absichtlich aus dem Kontext heraus gerissen, willkürliche Regeln aufgestellt oder die muslimische Gesellschaft in eine Schublade mit Fanatikern gesteckt. Anstatt sich zu informieren und falsche Informationen, egal ob Religiöse oder Historische, zu dementieren, werden diese stets weitergegeben, sodass ein fälschliches und verqueres Bild vom Islam entsteht.
Unwissenheit spielt ebenfalls eine große Rolle, wenn es um das Frauenbild im Islam geht.
So denken die meisten Menschen, dass die Frau keinerlei Rechte besitzt und somit unterdrückt wird. Dabei wird die Frau im Islam geschätzt , beschützt und hat die selben Rechte wie ein Mann.

 

,,Wer aber Rechtes tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, jene sollen ins Paradies eingehen und nicht um eine Rille im Dattelkern Unrecht erleiden“ (4/124)

Hier wird deutlich, dass Frauen exakt die selbe Stellung haben wie Männer. Um dies zu verdeutlichen schreibt Allah ,, Mann oder Frau “ , schließlich könnte dort genau so gut ,,jeder“ oder ,,alle“ stehen. So wie es ist wird die Gleichberechtigung aber hervorgehoben und genau so sind viele andere Verse aufgebaut, denn Allah ist der Gerechteste.

„Und das Wort des Herren ist vollkommen in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Niemand ist in der Lage seine Worte abzuändern und er ist der allhörende und allwissende“ (6 / 115)

So scheint es geradezu frevelhaft und ungerecht zu sein, wie die Medien mit Ereignissen umgehen.
Wenn es zu Gewalttaten in den Familien kommt wird konsequent in Familiendrama und Ehrenmord unterschieden. Es kann die selbe Geschichte sein, der selbe Hintergrund, der selbe Ort oder die selbe Zeit, wichtig ist nur die Religion, der der Täter vorgibt angehörig zu sein. So werden alle Muslime in eine Gruppierung mit Menschen gesteckt, die vorgeben gläubig zu sein aber eine große Sünde begehen. Wie wir vorhin erfahren haben setzt Allah das Ermorden eines einzigen Menschen gleich mit der Ermordung einer ganzen Gesellschaft (vgl. 5/32).
Zurück zum Thema Assoziationen. Wie sehen Sie einen Muslimen, wenn sie ständig von Ehrenmorden hören? Und Vergleichen Sie diese Intentionen mit denen, die hervorgerufen werden, wenn Sie einen nicht muslimischen Menschen sehen. Denken Sie gleich an ein ,,Familiendrama“?
Solche Querverbindungen sind ein großes Problem. Der Islam und somit alle muslimischen Menschen werden automatisch als Täter dargestellt. Dabei erfahren viele Menschen und darunter auch sehr viele Kinder in einigen Ländern viel Leid, nur weil sie an Allah glauben. Solche Ereignisse werden aber in den deutschen Medien nicht publik gemacht, oder haben Sie schon einmal von der Unterdrückung der Uyguren in Xinjiang in China gehört? Generell werden solche Nachrichten nur extrem kurz oder gar nicht wiedergegeben und das aus einem sehr einfachen Grund: Wenn die Menschen das Leid der dortigen Muslimen nicht erfahren, entwickeln sie auch kein Mitleid und vor allem kein Mitgefühl. So bleibt der Muslim der ewige, andersartige Feind, der an allem Übel die Schuld trägt.
Um genau dieses Bild zu unterstreichen wird die Scharia benutzt. Der Begriff Scharia bezeichnet das islamische Recht in einem ebenfalls islamischen Land. Jedoch werden viele Gesetze willkürlich erlassen und spärlich mit dem Koran erklärt.
Dem folgen falsche Interpretationen und Auslegungen. Schließlich ist das Ergebnis eine Scharia, die dem Koran widerspricht. Unglücklicherweise herrscht unter Muslimen die Meinung, dass der Koran in arabisch gelesen werden müsse, somit ist es prinzipiell unmöglich für jemanden, der die Sprache nicht versteht, die Regeln und Anforderungen des Koran zu verstehen und umzusetzen. Folgenschwere Fehler in der Interpretation sind daher vorprogrammiert. Unteranderem auch deswegen, weil sich die meisten auf die Auslegungen von Gelehrten verlassen.
Würden alle Menschen den Koran in Ihrer Sprache lesen und verstehen, wäre ihnen klar, dass die herrschenden Regeln dem Koran widersprechen und so könnten die Fehlverhalten erkannt werden.
Die Akzeptanz der herrschenden und unterdrückenden Gewalt werden mit dem Islam assoziiert wie auch die Unterdrückung der Frauen oder der Terrorismus. Diese Assoziationen werden durch die Medien hervorgerufen und gleichzeitig fundamentiert.

Aber müssen wir, bevor wir urteilen uns nicht informieren?

Die beste Informationsquelle über den Islam ist der Koran. Er steht unter dem Schutz Allahs, sodass ihn niemand Sinnentfremden kann, somit ist der Koran nicht nur die beste sondern auch die sicherste Quelle.

„Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein“(15 / 9)

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