05 – Warum ist die Existenz verschiedener Rassen kein Beweis für die Evolution?

Einige Evolutionisten versuchen die Existenz der verschiedenen Menschenrassen als Beweis für die Evolution zu präsentieren. Diese Behauptung wird öfter von Amateur-Darwinisten aufgestellt, die nicht genügend Kenntnis über die Theorie haben, die sie vertreten.
Die These basiert auf der Frage: “Wenn das Leben – wie die heiligen Quellen sagen – mit einem Mann und einer Frau begann, wie konnten dann verschiede Rassen auftauchen?”. Eine andere Form der Frage ist: “Die Größe Adam’s und Eva’s und ihre anderen Merkmale sind die von nur zwei Menschen, wie konnten dann verschiedene Rassen hervortreten?”
Das Problem hinter diesen Fragen ist eine ungenügende Kenntnis der genetischen Gesetze, oder deren Nichtbeachtung. Um den Grund für die Unterschiede zwischen den Rassen der heutigen Welt zu verstehen, ist es notwendig, etwas über genetische Veränderungen, die Variationen, zu wissen weil dies eng mit dieser Frage zusammenhängt.
Variation meint hier ein genetisches Ereignis, dass bei Individuen oder Gruppen einer Gattung die Ausprägung unterschiedlicher Merkmale bewirkt. Die Ursache der Variation liegt in der genetischen Information, die das Individuum dieser Gattung besitzt. Durch Fortpflanzung dieser Individuen findet sich die genetische Information bei späteren Generationen in unterschiedlicher Form wieder. Es handelt sich dabei um einen Austausch von Erbmaterial zwischen den Chromosomen der Mutter und des Vaters. Die Gene vermischen sich. Das Ergebnis ist eine große Vielfalt von Individuen, alle mit unverwechselbaren Merkmalen.
Die unterschiedlichen physischen Merkmale zwischen den menschlichen Rassen entstehen durch Variationen innerhalb der Rassen. Jeder Mensch auf Erden trägt grundsätzlich dieselbe genetische Information in sich, doch manche haben schräg liegende Augen, manche haben rote Haare, einige haben lange Nasen, andere sind von gedrungener Statur, all dies hängt ab vom Veränderungspotential der genetischen Information.
Um dieses Veränderungspotential zu verstehen, nehmen wir an, es gäbe eine Gesellschaft, in der brünette Menschen mit braunen Augen gegenüber Blonden, Blauäugigen in der Mehrheit sind. Wenn sich diese nun vermischen so entstehen neue Generationen, und es wird zum Beispiel Menschen mit brünetten Haaren und blauen Augen geben. Die physiologischen Merkmale beider Gruppen fließen bei nachfolgenden Generationen ineinander und es ergeben sich neue Physiognomien. Wenn man berücksichtigt, wie viele andere physiologische Merkmale sich in derselben Weise vermischen, ist klar, dass eine große Vielfalt entstehen wird.
Warum aber ist das so? Jedes einzelne Merkmal des Menschen wird bestimmt durch zwei Gene. Entweder dominiert eins das andere oder sie prägen sich zu gleichen Teilen aus, zum Beispiel bestimmen zwei Gene die Augenfarbe eines Menschen. Ein Gen kommt von der Mutter, eins vom Vater. Ob das dominante Gen nun von der Mutter oder vom Vater kommt, es bestimmt die Augenfarbe des Kindes. Im allgemeinen dominieren dunkle Farben die helleren Farben. Kommen nun Gene zusammen, von denen eines die Augenfarbe braun bestimmt, das andere die Augenfarbe grün, so wird dieser Mensch meist braune Augen haben, weil die dunkle Farbe braun die helle Farbe grün dominiert. Die in diesem Fall zurücktretende (rezessive) Farbe grün kann jedoch über Generationen weitergegeben werden und später wieder bei einem anderen Individuum auftauchen. So können Eltern, die beide braunäugig sind, ein Kind mit grünen Augen bekommen, wenn beide Elternteile ein rezessives Gen für grüne Augen besitzen.
Dieses Gesetz gilt für sämtliche physischen Eigenschaften und deren Gene, durch die sie hervorgerufen werden. Alle Merkmale eines Menschen, Ohren, Nase, Mundform, Größe, Figur und Charaktereigenschaften werden in derselben Weise gesteuert. Dadurch kann die Riesenmenge an Informationen in der genetischen Struktur von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auch wenn in späteren Generationen nur ein kleiner Teil sichtbar war, so konnten Adam und Eva doch ihre genetischen Informationen an nachfolgende Generationen weitergeben. Geographische Isolierung führte dann zu einer Situation, in der sich Gruppierungen mit verschiedenen Eigenschaften zusammenfanden. Über eine lange Zeit hinweg führte dies zu Gruppen mit unterschiedlichem Knochenbau, verschiedener Hautfarbe, Größe und Schädelvolumen. Daraus wurden später die verschiedenen Rassen.
Doch diese lange Zeit ändert eines natürlich überhaupt nicht: gleichgültig welche Größe, Hautfarbe, oder Schädelvolumen, alle Rassen gehören zur Spezies der Menschen.

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